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Pressespiegel: Braunschweiger Zeitung - Wolfenbütteler Zeitung und Anzeiger, 2006-06-29

Schlagabtausch über Standortdebatte

Schulelternrat des GiS lädt Bürgermeisterkandidaten zur Podiumsdiskussion ein – Nur wenig Zuhörer

Von Stephanie Peißker

WOLFENBÜTTEL. Das Interesse an Fußball scheint zurzeit größer zu sein als an Schulpolitik. Nur wenige Zuschauer kamen zur Podiumsdiskussion mit den drei Wolfenbütteler Bürgermeisterkandidaten in das Gymnasium im Schloss (GiS).

Eingeladen hatte der Schulelternrat des GiS. Vorsitzender Rainer Jonas begrüßte die Gäste und verabschiedete sich zugleich wegen einer privaten Feier und eigenen Gästen daheim. Auf dem Podium Platz genommen hatten die Kandidaten Thomas Pink (CDU), Klaus-Peter Bachmann (SPD) und Stefan Brix (Bündnis 90/Die Grünen).

Karl-Ernst Hueske, Redakteur unserer Zeitung, hatte die Moderation der Podiumsdiskussion übernommen. Die Fragen waren den Politikern im Vorfeld vom Schulelternrat schriftlich vorgelegt worden, und die Politiker hatten sie inzwischen schriftlich beantwortet. Die Texte sollen auf der Homepage des Schulelternrates veröffentlicht werden.

Hueske bat die Politiker, dem Publikum zu verraten, warum gerade sie Bürgermeister werden wollen. "Weil ich weiß, wie man in Wolfenbüttel etwas bewegen kann und weil ich eine Menge mehr herausholen möchte, als in den vergangenen Jahren geschehen ist", sagte Pink.

"Einmal Wolfenbütteler, immer Wolfenbütteler", antwortete Bachmann, der sich in den Dienst seiner Heimatstadt stellen wolle. Brix brachte seine "eigene Persönlichkeit" ins Spiel. Er könne Menschen gut zuhören und sie ernst nehmen. Er wolle Vermittler zwischen Verwaltung und Bürgern sein.

Wie die Politiker planten, dem Doppelabschlussjahrgang 2011 eine Perspektive für Ausbildung oder Studium zu geben, war ein Thema. "Es ist unredlich da etwas zu versprechen", meinte Brix. "Die Stadt hat die Verpflichtung, über Bedarf auszubilden. Wir brauchen eine Ausbildungsinitiative gemeinsam mit dem Landrat und den Samtgemeindebürgermeistern", forderte Pink. Bachmann meinte, er sei für dieses Thema besonders sensibel, weil seine Tochter diesem Jahrgang angehöre. Bachmann: "Die Kommunalpolitik hat hier nur beschränkte Möglichkeiten. Stadt, Hochschulen und Wirtschaft müssen ran."

In Zusammenhang mit Ganztagsschulen und der Schaffung von Mensen meinte Bachmann, dass in den nächsten acht Jahren eine Standortdebatte auf die Menschen zukomme. "Wir werden über Schulstandorte nachdenken müssen", so Bachmann. "Wir werden keine Schulen zusammenlegen", konterte Pink. Bachmann meinte, er habe nicht vom Zusammenlegen von Schulen gesprochen. Brix brachte die Basisschule ins Spiel, in der Schüler sechs Jahre gemeinsam unterrichtet würden.

Internet: www.gis-wf.de

Podiumsdiskussion Gymnasium im Schloss

Auf dem Podium: (von links) Schulelternratsvorsitzender Rainer Jonas, die beiden Bürgermeisterkandidaten Stefan Brix (Grüne) und Klaus-Peter Bachmann (SPD), Redakteur Karl-Ernst Hueske und Bürgermeisterkandidat Thomas Pink (CDU).
Foto: Stephanie Peißker

2006-06-29


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