
Foto (von rechts): Stefan Brix (Bürgermeisterkandidat für Wolfenbüttel), Dr. Susanne Leifheit (Landesvorsitzende), Holger Barkhau (Sprecher des Ortsverbandes Samtgemeinde Sickte), Pieter K.G. Welge (Kreisvorstand)
Einen interessanten Diskussionsabend bescherte die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Susanne Leifheit, ihren Zuhörerinnen und Zuhörern in Hötzum. Die zukünftige Entwicklung des ländlichen Raumes (in Niedersachsen lebt über die Hälfte der Bevölkerung auf dem Land) standen im Mittelpunkt ihres Vortrags. „Die entscheidenden Herausforderungen bestehen zum einen im anstehenden Strukturwandel in der Landwirtschaft. Die zunehmende Liberalisierung der Märkte sowie die Auswirkungen der Globalisierung zwingen Land- und Forstwirtschaft, sich neu zu orientieren und neue Perspektiven zu erschließen. Zum anderen gilt es, den demografischer Wandel, der den ländlichen Raum besonders trifft, zu gestalten. Hierbei geht es u.a. um die Frage, wie unter Bedingungen abnehmender Bevölkerungszahlen die öffentliche Infrastruktur aufrecht erhalten bzw. sozial verträglich angepasst und finanziert werden kann,“ führte Dr. Susanne Leifheit aus. Der ländliche Raum solle nicht nur als Wirtschaftsraum oder Naturlandschaft, sondern auch als soziokultureller Raum in Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen erhalten werden. Diese großen Umwälzungen fänden in den neuen Förderprogrammen der EU zur Entwicklung des ländlichen Raums einen deutlichen Niederschlag. Im Zentrum ständen dabei:
„Die Grünen sind bei dieser Entwicklung sehr früh die innovative Kraft gewesen - auch in der Zeit ihrer Regierungsverantwortung. Das Zukunftsprojekt „Weg vom Öl“ (Energie- und Agrarwende) macht das Tor zur Zukunft für den ländlichen Raum auf, wenn diese Zukunft auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und verantwortlich gestaltet wird,“ betonte Dr. Leifheit. Ebenso wichtig sei die Beteiligung der örtlichen Bevölkerung und Landwirte, der Natur- und Umweltverbände und anderer Interessengruppen. Dr. Leifheit zeigte sich überzeugt: „Die erneuerbaren Energien sind ein Glücksfall der Regionalentwicklung, da sie alle Möglichkeiten der nachhaltigen Entwicklung bieten. Für uns Grünen wird es daher verstärkt darum gehen, Regional-Projekte wie ILEKs (Integrierte ländliche Entwicklungskonzepte) anzuregen und grün-kritisch-innovativ zu begleiten.“
2006-05-03